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    Expo au MAMCS. "Interférences". Architecture allemande en France de 1800 à 2000 (Dossier de presse franco-allemand )...

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    INTERFERENZEN / INTERFÉRENCES

     

    ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND –

     

    FRANKREICH, 1800-2000

     

    MUSEUM FÜR MODERNE UND ZEITGENÖSSISCHE KUNST

     

    DER STADT STRASSBURG

     

    30. MÄRZ – 21. JULI 2013

     

    In Partnerschaft mit dem Deutschen Architekturmuseum Frankfurt, wo die Ausstellung vom 3.

     

    Oktober 2013 bis 12. Januar 2014 zu sehen ist.

     

    Die Ausstellung wird von der Stadtgemeinschaft Straßburg unterstützt.

     

    Sie trägt das Label „50 Jahre Élysée-Vertrag“.

     

    Pressekontakt national und

     

    international

     

    Presse regional

     

    Pressemappe und Abbildungen unter:

     

    www.musees.strasbourg.eu

     

    Als Träger des vom französischen Ministerium für Kultur und Kommunikation

     

    verliehenen Labels „Von nationaler Bedeutung“ wird die Ausstellung mit einer

     

    staatlichen Sonderfinanzierung gefördert.

     

    PRESSEMAPPE „INTERFERENZEN / INTERFERENCES. ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND - FRANKREICH, 1800 – 2000“

     

    MUSEUM FÜR MODERNE UND ZEITGENÖSSISCHE KUNST STRASSBURG, 30. MÄRZ – 21. JULI 2013

     

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    1. AUSSTELLUNGSPROJEKT SEITE 2

     

    2. AUFBAU DER AUSSTELLUNG SEITE 3

     

    3. AUSSTELLUNGSDESIGN SEITE 9

     

    4. DIE STRASSBURGER NEUSTADT SEITE 11

     

    5. LEIHGEBER SEITE 12

     

    6. VERÔFFENTLICHUNGEN SEITE 14

     

    7. KURATOREN SEITE 20

     

    8. RAHMENPROGRAMM SEITE 21

     

    9. PARTNER DER AUSSTELLUNG SEITE 22

     

    10. L’ÉCOLE NATIONALE SUPÉRIEURE D’ARCHITECTURE DE STRASBOURG SEITE 23

     

    11. DAS DEUTSCHE ARCHITEKTURMUSEUM FRANKFURT SEITE 24

     

    12. AUSSTELLUNGEN MIT DEM LABEL „VON NATIONALER BEDEUTUNG“ SEITE 25

     

    13. PRAKTISCHE HINWEISE SEITE 27

     

    14. VERFÜGBARE ABBILDUNGEN SEITE 28

     

    PRESSEMAPPE „INTERFERENZEN / INTERFERENCES. ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND - FRANKREICH, 1800 – 2000“

     

    MUSEUM FÜR MODERNE UND ZEITGENÖSSISCHE KUNST STRASSBURG, 30. MÄRZ – 21. JULI 2013

     

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    1. Das Ausstellungsprojek1. Ausstellungsprojekt

     

    In groß angelegter Form vermittelt die Ausstellung „Interferenzen / Interférences. Architektur.

     

    Deutschland – Frankreich, 1800-2000“ erstmals einen Überblick über die architektonischen und

     

    städtebaulichen Interaktionen zwischen Frankreich und Deutschland von den Jahren nach der

     

    Französischen Revolution und dem Ersten Kaiserreich bis in die Gegenwart. Durch das Prisma von

     

    Baukunst und Urbanismus wirft sie einen neuen Blick auf die deutsch-französische Geschichte.

     

    Bauwerke und Gebietsfragen befanden in den letzten beiden Jahrhunderten beständig im Fokus der

     

    deutsch-französischen Beziehungen. Anhand der Themen Städtebau, Denkmäler, Architekturdebatten

     

    und bedeutende Intellektuelle zeichnet die Schau die Entwicklung des europäischen Architekturraums in

     

    den letzten beiden Jahrhunderten nach. Von Karl-Friedrich Schinkel über Gottfried Semper, Viollet-le-Duc,

     

    Le Corbusier und Rudolf Schwarz bis hin zu Jean Nouvel macht sie mit dem Schaffen wichtiger

     

    Architekten, Künstler und Intellektueller bekannt, die an der Schnittstelle der deutschen und

     

    französischen Kultur wirkten und wirken. Besonderes Augenmerk widmet sie der wechselseitigen

     

    Beeinflussung großer Städte wie Paris und Berlin sowie der Situation von Grenzregionen, deren Gestalt –

     

    wie im Fall von Straßburg, Metz, Rheinland und Saarland – durch Annexion und Besetzung nachhaltig

     

    geprägt wurde.

     

    Über 400 selten oder erstmals gezeigte Exponate veranschaulichen die Vitalität der deutschfranzösischen

     

    Austauschbeziehungen und „Interferenzen“ anhand einer Vielfalt unterschiedlicher Träger

     

    und Medien: Pläne, Architekturzeichnungen, Modelle, Fotografien, Filme, Bücher, Kunstwerke, darunter

     

    wichtige Arbeiten von Victor Hugo, Fernand Léger, Marcel Gromaire und Gerhard Richter. Der Rundgang

     

    ist chronologisch gegliedert, setzt darüber hinaus aber auch eine Reihe von thematischen Akzenten und

     

    veranschaulicht den Diskurs mit Gegenüberstellungen und Vergleichen.

     

    In neun Abschnitten beleuchtet die Schau die Debatten über Gotik und Klassik, die Weiterentwicklungen

     

    im Industriezeitalter, neue Siedlungsformen und Nationalismus zu Ende des 19. Jahrhunderts,

     

    Reformbaukunst, moderne Architektur zwischen den beiden Weltkriegen, Besatzungszeit und

     

    Wiederaufbau, Inszenierung von Baukunst, Krise der Moderne und Rückkehr zur Urbanität zwischen 1960

     

    und 1980 und schließlich die europäischen Entwicklungen seit dem Fall der Berliner Mauer.

     

    Das Herzstück der Ausstellung bilden die Stadt Straßburg und ihre herausragende Architektur. Besonders

     

    eingegangen wird dabei auf die Geschichte der Neustadt (auch „deutsche Stadt“ genannt), die Teil der von

     

    der Stadtregierung beantragten Erweiterung des Weltkulturerbegebietes ist. Weitere Schlaglichter gelten

     

    den Gartenstädten sowie Paul Schmitthenners Bebauungsplänen aus dem Jahr 1942. Den Abschluss des

     

    Straßburg gewidmeten Abschnitts bildet die von Marc Mimram entworfene Fußgänger- und

     

    Fahrradbrücke über den Rhein, die die elsässische Hauptstadt seit 2004 mit Kehl verbindet.

     

    Kuratoren:

     

    Jean-Louis Cohen, Architekturhistoriker und Professor an der New York University

     

    Hartmut Frank, Architekturhistoriker und Professor an der HafenCity Universität Hamburg

     

    Assoziierter Kurator:

     

    Volker Ziegler, Dozent an der Straßburger Hochschule für Architektur

     

    Ausstellungsdesign:

     

    Béatrice Jullien, Frenak & Jullien Architectes

     

    Die Ausstellung der Straßburger Museen ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Deutschen

     

    Architekturmuseum Frankfurt und wird von der Stadtgemeinschaft Straßburg unterstützt.

     

    Als Träger des vom französischen Ministerium für Kultur und Kommunikation vergebenen Labels „Von

     

    nationaler Bedeutung“ wird sie mit einer staatlichen Sonderfinanzierung gefördert.

     

    Sie trägt das offizielle Logo des deutsch-französischen Jahres „50 Jahre Élysée-Vertrag“.

     

    Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog mit Fachbeiträgen von rund 20 Autoren sowie ca.

     

    500 Abbildungen.

     

    PRESSEMAPPE „INTERFERENZEN / INTERFERENCES. ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND - FRANKREICH, 1800 – 2000“

     

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    2. Aufbau der Ausstellung

     

    I. GOTIK VERSUS KLASSIK: GRENZÛBERSCHREITENDE PASSIONEN

     

    Die Periode des politischen Umsturzes zwischen Französischer Revolution und Juli-Monarchie und der zur

     

    gleichen Zeit in Deutschland betriebenen nationalen Einigung zeichnete sich durch rege Bautätigkeit und

     

    architektonische Vielfalt aus. Nach 1789 formierten sich zwei unterschiedliche Bewegungen, in denen

     

    sich deutsche und französische Architekten begegneten. Paris war ein Mekka für junge Architekten, die in

     

    die französische Hauptstadt kamen, um ihre Monumente zu studieren, darunter Friedrich Gilly und später

     

    auch sein Schüler Karl-Friedrich Schinkel.

     

    In den Departements, die von den Truppen des Nationalkonvents in Deutschland gegründet worden

     

    waren, errichteten französische Ingenieure und Architekten eine neuartige Infrastruktur sowie

     

    Herrschaftsresidenzen, wie das Kasseler Schloss. Die Werke der napoleonischen Baumeister Percier und

     

    Fontaine fanden beim König von Württemberg so großen Anklang, dass er ein Lustschloss bei ihnen in

     

    Auftrag gab; auch Schinkel schätzte die beiden Architekten und inspirierte sich beim Entwurf des Alten

     

    Museums in Berlin an ihren Bauten.

     

    Eine anderer Trend in dieser Zeit waren romantische Reminiszenzen an die Burgen und Kathedralen der

     

    Gotik. In aller Deutlichkeit manifestierte sich diese Strömung in Köln, wo die Fertigstellung des Doms zu

     

    einem ein Anliegen von nationaler Bedeutung wurde. An der Baukunst des Mittelalters entzündeten sich

     

    die Debatten über die Prädominanz des deutschen oder französischen Konzepts. So mag es nicht

     

    verwundern, dass die Entwürfe zur ersten neogotischen Kirche in Paris, der Basilika Sainte-Clothilde, von

     

    dem gebürtigen Kölner Franz Christian Gau stammten.

     

    Victor Hugo, Burg en ruines, 1857

     

    plume, lavis d'encre brune, aquarelle ou encre bleue, gouache sur vélin

     

    20,8 x 28,8 cm. Maison de Victor Hugo, Paris © Maisons de Victor Hugo / Roger-Viollet

     

    II. BEGINN DES INDUSTRIEZEITALTERS

     

    In den beiden Jahrzehnten zwischen den europäischen bürgerlichen Revolutionen von 1848 und dem

     

    Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 wurden Architektur und Bauen vom Verhältnis zur Geschichte

     

    und dem durch die Industrielle Revolution beförderten Städtewachstum bestimmt. Neue, auf die

     

    Modernisierung und ihre Bedürfnisse abgestimmte Architekturformen entwickelten sich und prägten die

     

    Gestalt von Fabrikbauten ebenso wie die von Markthallen, Kaufhäuser und Bahnhöfe. Im Zuge der

     

    Neubefestigung von Paris intra-muros, die der Präfekt Haussmann ab 1854 im Auftrag von Napoleon III.

     

    betrieb, entstand auf den Ruinen der alten Stadt eine durchgängige moderne Stadtlandschaft. An diesem

     

    Modell orientierten sich auch die Erweiterungsstrategien der deutschen Großstädte, wie beispielsweise

     

    James Hobrechts Berliner Planung in den 1860er Jahren.

     

    In Preußen und anderen Provinzen wurde die Architektenausbildung, die sich bis dahin ausschließlich am

     

    Vorbild der weiterhin von deutschen Studenten besuchten École des Beaux-Arts und École Polytechnique

     

    orientiert hatte, neu organisiert. An den Technischen Hochschulen entstanden Institute und Akademien

     

    für Architektur.

     

    PRESSEMAPPE „INTERFERENZEN / INTERFERENCES. ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND - FRANKREICH, 1800 – 2000“

     

    MUSEUM FÜR MODERNE UND ZEITGENÖSSISCHE KUNST STRASSBURG, 30. MÄRZ – 21. JULI 2013

     

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    Dem Bemühen, Wohnlösungen für die stetig wachsende Arbeiterschaft zu finden, entsprachen Projekte

     

    mitunter experimenteller Art, die auf Initiative einer Handvoll Industrieller und Philanthropen entstanden.

     

    Am Ideal des Phalanstère von Charles Fourier und Victor Considerant inspirierten sich Projekte wie

     

    Wilhelm Stiers Armenstadt in Berlin oder das von dem Industriellen Jean-Baptiste Godin in Guise erbaute

     

    Familistère.

     

    Gustave Caillebotte, Esquisse pour Le Pont de l’Europe, Paris, vers 1876

     

    huile sur toile, 32,9 x 45,5 cm.

     

    Musée des Beaux-Arts de Rennes © MBA, Rennes, Dist. RMN-Grand Palais

     

    III. NATIONALISMUS UND NEUE URBANE KONZEPTE

     

    Der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 hatte weitreichende Auswirkungen auf Städtebau und

     

    Architektur. Die deutsche Einheit – hoch symbolisch mit der Proklamation von Wilhelm I. zum Deutschen

     

    Kaiser im Spiegelsaal von Versailles besiegelt – stärkte die Rolle Berlins, und auch die anderen Städte der

     

    nunmehr geeinten Nation erlebten ein spektakuläres Wachstum. Auch in den Städten des annektierten

     

    „Reichslandes Elsaß-Lothringen“ wurden ehrgeizige neue Viertel geplant, so in Straßburg und Metz. In den

     

    Denkmälern aus dieser Zeit hallt die Erinnerung an den Krieg nach. Das wohl großartigste Monument, den

     

    Löwen von Belfort, schuf Auguste Bartholdi. In Deutschland entstanden zur gleichen Zeit wie die von Franz

     

    Schwechten in Berlin erbaute Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Hunderte von Denkmälern zu Ehren

     

    Wilhelms I. und seines Reichskanzlers Bismarck.

     

    Zwar orientierte sich die Baukunst im Deutschen Reich weiterhin am französischen Geschmack. Doch

     

    allmählich befreite man sich vom Haussmann’schen Modernisierungsmodell, das in vielen deutschen

     

    Städten lange vorherrschend gewesen war, und baute auch an den Peripherien der Großstädte, während

     

    in deren Zentren die Mietskasernen aus dem Boden schossen.

     

    Die in den Überlegungen der Architekten allgegenwärtige Auseinandersetzung mit der Geschichte brachte

     

    ehrgeizige Restaurierungsvorhaben hervor. Viollet-le-Duc wollte mit seiner Rekonstruktion des Schlosses

     

    Pierrefonds seinem rationalistischen Architekturverständnis Gestalt verleihen; noch mehr Phantasie legte

     

    Bodo Ebhardt beim Wiederaufbau der Hochkönigsburg an den Tag, um die Burg zu einer symbolischen

     

    Bastion der kaiserlichen Präsenz im Elsass zu machen.

     

    Otto Warth, Université de Strasbourg. Vue du campus, vers 1884

     

    Impression, héliographie, 48,1 x 64 cm

     

    saai / Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

     

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    IV. KULTUREN UND ÄSTHETIK DER REFORMBAUKUNST

     

    Unter dem Druck der sozialen Forderungen einerseits und der Vorstellungen einer neuen Generation von

     

    Intellektuellen und Architekten andererseits wandelte sich um die Jahrhundertwende die städtebauliche

     

    und architektonische Szene. Zur gleichen Zeit war eine Intensivierung des Austauschs zwischen

     

    Strömungen, Formen und Konzepten zu beobachten. In Frankreich wurde Friedrich Nietzsche gelesen,

     

    während im Vorkriegsdeutschland die Ideen des Philosophen Henri Bergson auf große Resonanz stießen.

     

    In Reaktion auf die zunehmende Wohnungsnot in den Städten und als Antwort auf die soziale Frage

     

    bahnten sich neue Stadtentwicklungsstrategien den Weg. Die großen Ausstellungen wurden zu

     

    Plattformen für die Erprobung neuer architektonischer Diskurse. So war die 1913 in Breslau erbaute

     

    Jahrhunderthalle von Max Berg ein Ergebnis der Beschäftigung mit der Galerie des Machines (1889) und

     

    François Hennebiques und Auguste Perrets ersten Pariser Betonbauten.

     

    Zur gleichen Zeit fand das in Großbritannien geborene Gartenstadt-Konzept Nachahmer: in Hellerau bei

     

    Dresden, im Stockfeld am Stadtrand von Straßburg sowie in Staaken unweit von Berlin entstanden die

     

    ersten größeren Siedlungen dieser Art.

     

    In Paris wirkende Galeriebesitzer und Kunstkritiker wie Siegfried Bing und Julius Meyer-Graefe prägten

     

    und veränderten den französischen Kunstbetrieb. Die auf der Weltausstellung von 1900 und zehn Jahre

     

    später auch beim Salon d’Automne ausgestellten kunstgewerblichen Produkte aus Deutschland

     

    zeichneten sich nicht nur durch eine gewagte neue Formgestaltung auf, die mit dem Historismus brach,

     

    sondern demonstrierten auch ein völlig neues Zusammenwirken von Kunst und Industrie im Sinne des

     

    1907 gegründeten Deutschen Werkbundes.

     

    René Binet, Porte monumentale de l'exposition universelle à Paris (1900). Vue en perspective, s.d.

     

    aquarelle sur papier, 62 x 95 cm,

     

    Musées de Sens. Cl. Musées de Sens – E. Berry

     

    V. MODERNE IM SPIEGELBILD

     

    Die Militärbauten des Ersten Weltkriegs boten neue Einsatzmöglichkeiten für Stahlbeton und

     

    beschleunigten die Entwicklung der standardisierten Bauweise. Aufgrund der Zerstörung vieler

     

    historischer Baudenkmäler spitzten sich die nationalistisch motivierten Polemiken auf französischer Seite

     

    zu, und Städte wie beispielsweise Reims verwandelten sich in regelrechte Experimentierfelder des

     

    Städtebaus.

     

    Die beiden Nationen nahmen einander sehr aufmerksam wahr, zumal die architektonische Moderne

     

    links- und rechtsrheinisch unterschiedliche Gestalt annahm. Während in Paris die École des Beaux-Arts

     

    weiter eine absolute Hegemoniestellung innehatte, verkörperte das Bauhaus ein neues

     

    Ausbildungsmodell. Der Deutsche Werkbund stellte auf der Exposition des Arts décoratifs von 1925 nicht

     

    aus; großen Erfolg hatte er dagegen 1927 mit seiner Stuttgarter Weißenhofsiedlung sowie 1930 mit der

     

    Teilnahme am Salon des Artistes décorateurs. Albert Speers für die Pariser Weltausstellung von 1937

     

    entworfener Deutscher Pavillon maß sich ebenso mit dem Eiffelturm wie mit seinem sowjetischen

     

    Nachbarn.

     

    PRESSEMAPPE „INTERFERENZEN / INTERFERENCES. ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND - FRANKREICH, 1800 – 2000“

     

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    In Deutschland, wo man sich nach dem Ersten Weltkrieg verpflichtet hatte, die gesamte Bevölkerung mit

     

    Wohnraum zu versorgen, entstanden in den 1920er Jahren viele moderne Wohnensembles. Beim

     

    Wiederaufbau in Frankreich hatten dagegen Gartenstädte den Vorrang. Es sollten mehrere Jahre

     

    vergehen, bevor sich Paris beim kollektiven Wohnungsbau die Siedlungen in Frankfurt und Berlin zum

     

    Vorbild nahm. Angesicht einer stärker als vor 1914 nationalistisch aufgeheizten Stimmung wurden die

     

    Fachzeitschriften zu bevorzugten Medien des Austauschs von Ideen und Formen. Die zuarbeitenden

     

    Architekturkritiker waren engagierte Verfechter der Sache und fungierten mitunter sogar als

     

    „Doppelagenten“.

     

    Eugène Beaudouin, Marcel Lods et Jean Prouvé, Cité de la Muette, Drancy (1931-35). Vue aérienne du chantier, s.d.

     

    Impression numérique d’après l’épreuve originale

     

    Académie d'architecture / Cité de l’architecture et du Patrimoine / Archives d'architecture du XXe siècle, Fonds Lods (et Association

     

    Beaudouin Lods), Paris © ADAGP Paris 2013

     

    VI. BESATZUNG UND WIEDERAUFBAU

     

    Im Zweiten Weltkrieg annektierte Hitlerdeutschland das Elsass und einen Teil Lothringens. Für die

     

    elsässische Metropole wurde ein Wettbewerb zur Schaffung einer Regionalhauptstadt zu beiden Seiten

     

    des Rheins („Groß-Straßburg“) ausgelobt. Das lothringische Departement Mosel sollte gemäß den

     

    Wiederaufbauplänen von Vertretern der rheinischen Moderne wie Emil Steffann und Rudolf Schwarz nach

     

    der Umsiedelung der französischsprachigen Bevölkerung eine Landwirtschafts- und Industrieregion neuen

     

    Typs werden.

     

    Ein historisch ebenso kurzer Zeitraum wie die Jahre der Besatzung durch die Nazis war die Zeit zwischen

     

    der Kapitulation des Dritten Reiches und der Gründung der beiden deutschen Staaten im Jahr 1949.

     

    Allerdings gab es in dieser Periode besonders viele Kontakte und Projekte. Die Franzosen positionierten

     

    sich in ihrer Besatzungszone, so in Rheinland-Pfalz und im Saarland, mit sehr demonstrativen Vorhaben:

     

    Beispielsweise fanden sich in den Plänen von Marcel Lods für Mainz und Georges-Henri Pingusson für

     

    Saarbrücken die geometrischen Formen von Le Corbusiers Entwürfen für Saint-Dié wieder.

     

    Diese Projekte wurden nicht nur von manchen französischen Militärs kritisiert, sondern stießen auch auf

     

    die Ablehnung der einheimischen Bevölkerung. Daraufhin propagierten die Besatzer die Prinzipien des

     

    funktionalen Städtebaus in groß angelegten Kampagnen; Besichtigungen und Studienreisen wurden

     

    organisiert, bei denen sich deutsche Architekten mit den großen französischen Wiederaufbauvorhaben

     

    vertraut machen sollten. Zwar wurden die meisten der in diesem Jahrzehnt entstandenen Pläne nicht

     

    realisiert, doch ihre Wirkung war noch lange Zeit spürbar.

     

    Marcel Lods, Projet de reconstruction de Mayence (1946-48), s.d.

     

    « L’ordre – le désordre » (Ordnung – Unordnung). Planche didactique. Impression héliographique sur papier d’après les dessins de

     

    Gérald Hanning, 23,7 x 30,7 cm. Collection particulière, Paris

     

    PRESSEMAPPE „INTERFERENZEN / INTERFERENCES. ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND - FRANKREICH, 1800 – 2000“

     

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    VII. MODERNISIERUNG, DIALOG, INSZENIERUNG

     

    In den zwölf Jahren von der Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 bis zum Mauerbau 1961

     

    unterhielten die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik parallele

     

    Beziehungen zu Frankreich, was insbesondere auch auf dem Gebiet der industriellen Bauweise deutlich

     

    wurde. Die ab 1953 in Frankreich entstandenen ZUB-Siedlungen (Zones à urbaniser en priorité) wurden in

     

    der Camus-Fertigbauweise errichtet, die auch in der Bundesrepublik und in der DDR beim Bau von

     

    Großwohnsiedlungen zur Anwendung kam.

     

    1957 fand in West-Berlin die „Interbau“ statt. Diese Internationale Bauausstellung verstand sich in erster

     

    Linie als Schaufenster des differenziert und aufgelockert gestalteten Städtebaus der „freien“ Welt in

     

    Abgrenzung zu den einförmigen Häuserzeilen der Stalinallee. Ein Jahr darauf rief der Wettbewerb

     

    „Hauptstadt Berlin“ zur Gestaltung von Entwürfen für das Zentrum eines hypothetischen Gesamtberlin

     

    auf. Die meisten Beiträge wurden von französischen Teilnehmern eingereicht.

     

    In diesen Jahren fehlte es nicht an wechselseitigen Projekten: Johannes Krahns Entwürfe für die

     

    französische Botschaft in Bad-Godesberg und das deutsche Haus in der Pariser Cité universitaire, die

     

    Bonner Universitätsbibliothek nach Plänen von Pierre Vago und Fritz Bornemann, Erich Schellings

     

    Kernforschungszentrum in Grenoble. Als außergewöhnlichstes Projekt darf jedoch zweifelsohne die

     

    Zusammenarbeit zwischen dem Architekten Werner Ruhnau und dem Maler Yves Klein beim Bau des

     

    Gelsenkirchener Theaters gelten. Die für Klein typischen monumentalen blauen Bildtafeln bringen die

     

    großen Glasfronten des Hauses wirkungsvoll zur Geltung.

     

    Fernand Léger, Les Constructeurs, 1950

     

    huile sur toile, 126 x 143 cm, Henie Onstad Art Centre, Høvikodden, Norvège.

     

    Photo: Øystein Thorvaldsen © ADAGP Paris 2013

     

    VIII. KRISE DER MODERNE UND RÜCKKEHR ZUR URBANITÄT

     

    In der Endphase des Kalten Krieges intensivierten sich parallel zu der von Willy Brandt eingeleiteten

     

    Ostpolitik und dem sich abzeichnenden Untergang des DDR-Modells die Beziehungen zwischen Frankreich

     

    und den beiden deutschen Staaten. Es wurden ähnliche Wege beschritten, beispielsweise bezüglich der

     

    für die Postmoderne charakteristischen Rückbesinnung auf die Vergangenheit.

     

    Die bereits zu Beginn der Großsiedlungsära festgestellten parallelen Entwicklungen setzten sich in der

     

    Phase der explosionsartigen Verbreitung der Fertigbauweise weiter fort: Fast zeitgleich begannen

     

    Deutschland und Frankreich, wenn auch nach wie vor im Rahmen der industriellen Massenproduktion,

     

    nach flexibleren Lösungen zu suchen und das vorherrschende Modell generell in Frage zu stellen.

     

    Aufgrund des großen Erfolgs ihrer Planstadt Toulouse-Le Mirail wurden Georges Candilis, Alexis Josic und

     

    Shadrach Woods zur Teilnahme an mehreren deutschen Wettbewerben eingeladen und mit dem

     

    Erweiterungsprojekt der Freien Universität Berlin beauftragt. Zur gleichen Zeit entwarf der Deutsche

     

    Martin Schultz van Treeck im Zusammenhang mit der Sanierung des 19. Pariser Arrondissements das

     

    Wohnensemble Orgues de Flandre.

     

    Vor dem Hintergrund des neu erwachten Interesses an Urbanität waren Stadtverdichtung und

     

    architektonische Vielfalt grundlegende inhaltliche Forderungen der neuen Internationalen Bauausstellung

     

    von Berlin (IBA), in deren Mittelpunkt von 1979 bis 1987 Stadterneuerung und Rekonstruktion standen.

     

    René Gagès et Volker Theissen, Projet d’ensemble d'habitations à Berlin-Tegel. Plan et coupe conceptuels, 1963

     

    encre et trame transfert sur calque, 36 x 60 cm. Collection particulière, Lyon

     

    PRESSEMAPPE „INTERFERENZEN / INTERFERENCES. ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND - FRANKREICH, 1800 – 2000“

     

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    IX. GEMEINSAM IM NEUEN EUROPA

     

    In den beiden Jahrzehnten nach der Wiedervereinigung Deutschlands war in ganz Europa ein zunehmend

     

    reger Austausch von Architekten, Lehrenden, Studierenden und Kritikern zu beobachten. Mehrere

     

    Pariser Architekten, darunter Jean Nouvel und Dominique Perrault, wirkten an der Modernisierung Berlins

     

    mit. Anknüpfend an den Erfolg der IBA, wurden weitere Internationale Bauausstellungen organisiert. Sie

     

    waren von signifikantem Einfluss auf die französische Städtebaupolitik. Insbesondere gilt dies für die IBA

     

    Emscher Park im Ruhrgebiet, mit der ein Modell für die Erneuerung eines großen Industriestandortes

     

    geschaffen wurde.

     

    Die Berufsfelder Architektur, Städtebau und Landschaftsgestaltung sind heute durchlässiger denn je.

     

    Davon zeugt unter anderem das Werk des Berliners Finn Geipel, eine Zeitlang Partner des Franzosen

     

    Nicolas Michelin. Ein Pendant dazu sind die Projekte des Landschaftsarchitekten Henri Bava und seines

     

    Büros Agence TER, das in vielen deutschen Städten tätig ist.

     

    Seit zwanzig Jahren eröffnen sich auch dem Austausch zwischen Regionen neue Räume. Vorbilder für

     

    solche Formen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sind das Straßburger

     

    Stadterweiterungsprogramm und die Festigung der Beziehungen zur rechtsrheinischen Nachbarstadt

     

    Kehl. Symbolisiert wird diese Partnerschaft durch den anlässlich der Landesgartenschau im Jahr 2004

     

    entstandenen „Garten der zwei Ufer“ und seiner den Rhein überspannenden Passerelle, einer von Marc

     

    Mimram geplanten Fußgänger- und Fahrradbrücke.

     

    Jean Nouvel, Galeries Lafayette, Berlin (1992-96)

     

    maquette en matière plastique et métal, 96 x 131 x 55 cm

     

    Collection particulière, Berlin

     

    PRESSEMAPPE „INTERFERENZEN / INTERFERENCES. ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND - FRANKREICH, 1800 – 2000“

     

    MUSEUM FÜR MODERNE UND ZEITGENÖSSISCHE KUNST STRASSBURG,

     

    30. MÄRZ – 21. JULI 2013

     

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    3. Ausstellungsdesign

     

    Baukunst ausstellen, Verbreitung und Austausch von Ideen verdeutlichen, Interaktionen, Anleihen,

     

    Gegensätze und Gemeinsamkeiten zwischen Nachbarländern und -regionen hervorheben.

     

    Dabei besteht das Ziel nicht in erster Linie darin, die zweihundertjährige Geschichte der

     

    Architekturformen nachzuzeichnen, als vielmehr die Ideen zu verdeutlichen, die sich durch diese

     

    Geschichte ziehen und sie prägen, und diesen Diskurs dem breiten Publikum des Straßburger Museums

     

    für moderne und zeitgenössische Geschichte nahe zu bringen.

     

    Um diese „parallelen Geschichten“ zu erzählen, konfrontiert die Ausstellung zahlreiche Objekte und

     

    Dokumente miteinander – manche von ihnen sind erstmals zu sehen, viele sind spektakulär, andere

     

    wiederum nüchtern und akademisch. Trotz ihrer Vielzahl sollen diese unterschiedlichen Werke jedoch in

     

    keine strenge Ordnung gepresst werden, denn eine zu strikte Abschottung der einzelnen Abschnitte, deren

     

    Konturen mitunter sehr fließend sind, würde die Botschaft verfälschen.

     

    234 Exponate an Wänden, 118 in Schaukästen, 37 Modelle, 16 Bildschirme – Dichte und Vielfalt der

     

    Präsentationen stellen eine Herausforderung für diese komplex konzipierte Ausstellung dar. Die

     

    Inszenierung nutzt die konstante Spannung zwischen den Perioden und Themen ein und desselben

     

    Abschnitts, um den diachronischen Leitfaden sichtbar zu machen, der dem Ganzen letztlich Gestalt

     

    verleiht.

     

    Mit 42 Metern Länge und 14 Metern Breite ist die Hauptachse der Ausstellung sehr geräumig ausgelegt;

     

    durch alle neun Abschnitte ziehen sich einander gegenüber angebrachte hohe Galerieschienen. Die

     

    Übergänge werden jeweils durch den Farbwechsel von Böden und Aufhängungen markiert. Damit sind die

     

    Abschnitte leicht zu erkennen, ohne jedoch hermetisch voneinander getrennt zu sein. Bei seinem

     

    Rundgang folgt der Besucher einer Zickzack-Linie. Sie zeigt genau jene „Interferenzen“ auf, die die

     

    Ausstellung verdeutlichen will. Innerhalb dieser „Chronotopoi“ nehmen die Exponate – je nach

     

    Beschaffenheit – an unterschiedlichen Standorten Platz: in der Mitte, im Hintergrund oder auch als

     

    Einzelstück an einer Schiene.

     

    An zwei Stellen reicht die Präsentation in die große gläserne Haupthalle des Museums hinein: Gleich

     

    eingangs markiert eine Leuchttafel mit einem typischen Bild der 30er-Jahre-Avantgarde den Beginn der

     

    Schau, und zum Abschluss werden in einer nach beiden Seiten offenen Modellwand neue Projekte

     

    vorgestellt.

     

    Béatrice Jullien

     

    Béatrice Jullien (Jahrgang 1960) absolvierte 1985 die Hochschule für Architektur Paris Villemin. Sie war

     

    Dozentin an der Architekturhochschule Lille (1996 bis 2006) und bekleidet seither die gleiche Funktion

     

    an der Hochschule für Architektur Paris Belleville. Gemeinsame Projekte mit Catherine Frenak (Partnerin

     

    seit 1999): Museum Familistère in Guise im Departement Aisne, Entwurf zum Museum für bildende Kunst

     

    von Chambéry und zum Museum für Kunststofftechnik in Oyonnax (Jura).

     

    PRESSEMAPPE „INTERFERENZEN / INTERFERENCES. ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND - FRANKREICH, 1800 – 2000“

     

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    Ausstellungsaufbau

     

    Ausstellungsaufbau im Modell, Foto: Frenak & Jullien Architectes

     

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    4. Projekt zur Aufnahme der Straßburger Neustadt ins

     

    UNESCO-Welterbe (in Erweiterung der „Grande-Île“)

     

    Die Straßburger Neustadt: Geschichte und Einzigartigkeit

     

    Die Neustadt entstand im Zuge eines militärischen Projektes, das die Behörden des Wilhelminischen

     

    Kaiserreiches ab 1871, als Straßburg Hauptstadt des annektierten „Reichslandes Elsass-Lothringen“

     

    wurde, umsetzen. Zunächst ging es der Regierung darum, die Verteidigung Straßburgs durch die

     

    Errichtung von Forts am Stadtrand sowie den Bau einer neuen Befestigungsanlage zu verbessern. Sehr

     

    bald zeigte sich, dass auch eine Erweiterung der Stadt notwendig werden würde, um die neue Hauptstadt

     

    zu einer modernen und angesehenen Metropole zu machen und Wohnraum für die zahlreichen

     

    zuwandernden Reichsdeutschen (Beamte, Professoren, Militärangehörige usw.) zu schaffen.

     

    Im Ergebnis des daraus resultierenden städtebaulichen Großprojekts verdreifachte sich die Gesamtfläche

     

    Straßburgs. Die Neustadt umschließt den historischen Stadtkern vom Hauptbahnhof über den Haguenau-

     

    Platz und den Platz der Republik, die Parks Contades und Orangerie, die Universität und das „Schweizer

     

    Viertel“ bis zum städtischen Krankenhaus.

     

    Für die Umsetzung des 1880 beschlossenen Bebauungsplans wurden außergewöhnliche technische und

     

    finanzielle Mittel aufgebracht. Auf einer Fläche von rund 400 Hektar entstanden bis in die 1950er Jahre

     

    mehr als 10 000 Gebäude. Die Straßburger Neustadt gehört heute zu den am besten erhaltenen

     

    Stadterweiterungen dieser Art in Europa. In Deutschland wurde ein Großteil der vergleichbaren Viertel

     

    während des Zweiten Weltkrieges zerstört.

     

    Die Neustadt war nicht nur der bauliche Ausdruck Wilhelminischer Politik, sie wurde auch zum

     

    Versuchsterrain für zahlreiche französische, elsässische und deutsche Architekten. Sie ließen sich von

     

    Baustilen der Vergangenheit – insbesondere Renaissance, Romanik, Gotik und Barock – inspirieren,

     

    interpretierten regionale Besonderheiten neu und experimentierten mit den großen Architekturtrends

     

    (z. B. dem Jugendstil), die um die Jahrhundertwende in europäischen Hauptstädten wie Paris, Brüssel und

     

    Budapest in Mode waren.

     

    Bewerbung um die Aufnahme der Neustadt ins UNESCO-Welterbe (in Erweiterung der „Grande-Île“)

     

    In ihrer Bewerbung schlägt die Stadt Straßburg vor, den 1988 an das Stadtviertel Grande-Île verliehenen

     

    Titel „UNESCO-Welterbe“ auf die Neustadt auszudehnen. Im Laufe der letzten zwanzig Jahre hat sich die

     

    Notwendigkeit gezeigt, den „außergewöhnlichen universellen Wert1“ des Viertels neu zu bedenken und

     

    seinen Anwendungsbereich zu erweitern. Dies ergab sich zum einen aus einer besseren Kenntnis des

     

    Straßburger Kulturerbes im Allgemeinen und der lange verkannten Neustadt im Besonderen, zum

     

    anderen aus der größeren Wertschätzung der vielfältigen und unversehrten historischen Bausubstanz der

     

    Stadt.

     

    Die Bewerbung zielt darauf ab, das gesamte Kulturerbe Straßburgs besser zu dokumentieren, zu schützen

     

    und für Bewohner und Besucher zugänglicher zu machen. Ferner bekräftigt sie den europäischen

     

    Charakter der elsässischen Hauptstadt.

     

    Im Rahmen einer gemeinsamen Initiative wollen Stadt und Stadtgemeinschaft Straßburg, französischer

     

    Staat und Region Elsass zu einer besseren Kenntnis, Bewahrung und Nutzung des Erbes beitragen. Das

     

    Projekt zur Neubewertung und Erweiterung der unter Denkmalschutz stehenden Stadtteile (unter Leitung

     

    der Stadtgemeinschaft Straßburg, Laufzeit 2011-2017) und die Bestandsaufnahme des städtebaulichen

     

    Erbes der Neustadt (unter Leitung des Service de l’Inventaire et du Patrimoine de la Région Alsace,

     

    Laufzeit 2010-2016) sind Teil dieser Bestrebungen.

     

    Wechselseitige Beeinflussung von Grande-Île und Neustadt

     

    Das Bauerbe Straßburgs zeugt von wechselseitigen Einflüssen, die sich städtebaulich im Nebeneinander

     

    der ehemaligen römischen Ringmauer, der mittelalterlichen Stadtstruktur und der Großstadt des 19. und

     

    20. Jahrhunderts zeigen. Architektonisch schlägt sich dieser Austausch im Wechselspiel von rheinischen

     

    Stilelementen mit regional gefärbter französischer Baukunst und historisierendem Eklektizismus der

     

    deutschen Periode nieder. Grande-Île und Neustadt waren von jeher ein großartiges Experimentierfeld.

     

    Ihre wechselseitigen Einflüsse sind Gegenstand einer im Rahmen der Ausstellung erarbeiteten

     

    Präsentation.

     

    1 Laut UNESCO bezeichnet der außergewöhnliche universelle Wert „eine kulturelle und/oder natürliche Bedeutung, die so außergewöhnlich ist, dass sie

     

    die nationalen Grenzen durchdringt und sowohl für gegenwärtige als auch für künftige Generationen der gesamten Menschheit von Bedeutung ist“ (s.

     

    UNESCO, Richtlinien für die Durchführung des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt, 2008, § 49).

     

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    5. Leihgeber

     

    Zur Ausstellung „Interferenzen / Interférences “ tragen 80 Leihgeber bei, darunter:

     

    Deutschland

     

    Museum Frieder Burda, Baden-Baden

     

    Archiv der Akademie der Künste, Berlin

     

    Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin

     

    Berlinische Galerie, Berlin

     

    Stiftung Deutsches Technikmuseum, Berlin

     

    Staatliche Museen zu Berlin, Berlin

     

    Architekturmuseum der Technischen Universität, Berlin

     

    Galerie für Architektenmöbel, Berlin

     

    Europäisches Burgeninstitut, Einrichtung der Deutschen Burgenvereinigung e.V., Braubach

     

    Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Köln

     

    Ungers Archiv für Architekturwissenschaft, Köln

     

    Technische Universität Darmstadt, Darmstadt

     

    Planerhof Architekten, Darmstadt

     

    Archiv Anita und Werner Ruhnau, Essen-Kettwig

     

    Deutsches Architekturmuseum Frankfurt (DAM), Frankfurt

     

    Städel Museum, Frankfurt

     

    Frankfurter Goethe-Haus / Freies Deutsches Hochstift, Frankfurt

     

    Kunstmuseum Gelsenkirchen, Gelsenkirchen

     

    HafenCity Universität, Hamburg

     

    Staatsarchiv Hamburg, Hamburg

     

    Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe

     

    Stadtarchiv & Historische Museen Karlsruhe, Karlsruhe

     

    Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Leipzig

     

    Stadtverwaltung Mainz, Mainz

     

    Landesmuseum Mainz, Mainz

     

    Deutsches Museum, München

     

    Architekturmuseum der Technischen Universität, München

     

    Staatliche Graphische Sammlung, München

     

    Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Potsdam

     

    Städtischen Museum in Saarlouis, Saarlouis

     

    Bauhaus Universität Weimar, Archiv der Moderne, Weimar

     

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    Frankreich

     

    Musées de Belfort, Belfort

     

    Médiathèque de l'Architecture et du Patrimoine, Charenton-le-Pont

     

    Archives municipales de la Ville de Gien, Gien

     

    Familistère de Guise, Guise

     

    Ateliers LOIRE, Lèves

     

    Musée d'Histoire Naturelle et de Géologie, Lille

     

    Idée Première, Lyon

     

    Musée des Beaux-Arts, Lyon

     

    Archives municipales, Metz

     

    SNCF - Ingéniérie Est / Archives, Metz

     

    Laurent Manonviller, Nancy

     

    FRAC Centre, Orléans

     

    Union centrale des Arts Décoratifs, Paris

     

    Bibliothèque nationale de France, Paris

     

    Ecole nationale Supérieure des Beaux-Arts, Paris

     

    Fondation Le Corbusier, Paris

     

    Cité de l 'Architecture et du Patrimoine, Paris

     

    Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris, Paris

     

    Musée Carnavalet, Paris

     

    Centre Georges Pompidou–Musée National d'Art Moderne, Paris

     

    Maison de Victor Hugo, Paris

     

    Archives Antoine Grumbach et associés, Paris

     

    Christian De Portzamparc, Paris

     

    Archives Mimram, Paris

     

    Archives Nationales, Paris

     

    Académie d'architecture, Paris

     

    Institut Mémoires de l'Edition Contemporaine, Saint-Germain-la-Blanche-Herbe

     

    Musée des Beaux-Arts, Reims

     

    Archives municipales et communautaire de Reims

     

    Musée des Beaux-Arts, Rennes

     

    Musées de Sens, Sens

     

    Archives municipales de Thionville

     

    Archives municipales de Strasbourg, Straßburg

     

    Bibliothèque Nationale Universitaire, Straßburg

     

    École Nationale Supérieure d'Architecture, Straßburg

     

    Musée d’Art moderne et contemporain, Straßburg

     

    Cabinet des Estampes, Straßburg

     

    Musée Historique, Straßburg

     

    Bibliothèque des Musées, Straßburg

     

    Norwegen

     

    Henie Onstad Art Centre, Norwegen

     

    Schweiz

     

    ETH Zürich / GTA Archives, Zürich

     

    Weitere Leihgeber möchten nicht genannt werden.

     

    PRESSEMAPPE „INTERFERENZEN / INTERFERENCES. ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND - FRANKREICH, 1800 – 2000“

     

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    6. Veröffentlichungen

     

    KATALOG:

     

    Interferenzen/Interférences

     

    Architecture, Allemagne-France, 1800-2000

     

    Verlag der Museen der Stadt Straßburg

     

    450 Seiten, ca. 500 Abbildungen

     

    ISBN: 9782351251010

     

    Vertrieb: Le Seuil / Volumen

     

    Sammelwerk unter Leitung von Jean-Louis Cohen und Hartmut Frank

     

    Preis: 59 €

     

    Sommaire

     

    Présentation Jean-Louis Cohen et Hartmut Frank

     

    Le fer et le béton à la conquête de l’espace

     

    Jean-Louis Cohen

     

    Des monuments nationaux

     

    Hartmut Frank

     

    Régionalisme et « Heimatschutz » en Alsace

     

    Wolfgang Voigt

     

    Nation, politique, architecture

     

    Christian Freigang,

     

    De la question urbaine

     

    Jean-Louis Cohen et Hartmut Frank,

     

    I. GOTHIQUE ET CLASSIQUE, PASSIONS CROISÉES [1789-1848]

     

    Karl Friedrich Schinkel à Paris

     

    Andreas Beyer

     

    Architecture médiévale et pensée nationale

     

    Klaus Niehr

     

    « Denkmalpflege » et « patrimoine »

     

    Gabi Dolff-Bonekämper

     

    II. L’AURORE DE L’ÂGE INDUSTRIEL [1848-1870]

     

    Gottfried Semper à Paris

     

    Pierre Bourlier

     

    III. NATIONALISME ET NOUVELLES URBANITÉS [1870-1900]

     

    La Neustadt de Strasbourg

     

    Marie Pottecher

     

    L’extension de Metz

     

    Christiane Pignon-Feller

     

    IV. CULTURES ET ESTHÉTIQUES DE LA RÉFORME [1900-1914]

     

    L’histoire naturelle et les débats sur la forme architecturale

     

    Barry Bergdoll

     

    Philosophie, architecture, urbanité

     

    Daniel Payot

     

    La crise allemande des arts décoratifs français

     

    Alexandre Kostka

     

    PRESSEMAPPE „INTERFERENZEN / INTERFERENCES. ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND - FRANKREICH, 1800 – 2000“

     

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    V. MODERNITÉS EN MIROIR [1914-1938]

     

    Avant-gardes et iconographie urbaine

     

    Franck Knoery

     

    De la « Durchgeistigung » à l’« Esprit nouveau ».

     

    Werner Oechslin

     

    Les projets modernes en Palatinat et en Rhénanie

     

    Elke Sohn

     

    Tuberculose et architecture, un enjeu hygiénique

     

    Anne-Marie Châtelet

     

    Julius Posener. Un architecte allemand à Paris

     

    Entretien avec Jean-Louis Cohen

     

    VI. OCCUPATIONS ET RECONTRUCTIONS [1939-1949]

     

    La « Westmark » comme champ d’expérimentation

     

    Hartmut Frank

     

    Les entreprises françaises à Mayence et dans la Sarre

     

    Jean-Louis Cohen

     

    VII. MODERNISATION, DIALOGUES ET SPECTACLES [1949-1961]

     

    Freyssinet, Leonhardt et le béton précontraint

     

    Christiane Weber

     

    L’architecture religieuse dans les pages de L’Art Sacré

     

    Vanessa Grossman

     

    VIII. CRISE DU MODERNE ET RETOUR À L’URBANITÉ [1961-1989]

     

    Grands ensembles, Großsiedlungen et Wohnkomplexe

     

    Volker Ziegler

     

    IX. AU SEIN D’UNE NOUVELLE EUROPE [1989 à nos jours]

     

    Projeter par-dessus le Rhin.

     

    Yves Gendron, Michel Messelis et Volker Ziegler

     

    Les enfants du traité de l’Elysée

     

    Axel Sowa

     

    Liste des oeuvres exposées

     

    Index des noms et des lieux

     

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    EXTRAITS

     

    Christian Freigang

     

    Nation, politique, architecture : France et Allemagne, 1900-1940

     

    […] Entre l’Allemagne et la France, ces « interférences » que sont une intense perception mutuelle doublée

     

    dans le même temps d’un rejet fondamental constituent aussi le mode de pensée essentiel qui a permis

     

    dans les années 1920 à des esprits éclairés de promouvoir les échanges mutuels entre les deux pays audelà

     

    des antipathies xénophobes. L’historien de l’art Otto Grautoff, principal rédacteur de la Deutschfranzösischen

     

    Rundschau et président jusqu’en 1933 de la Deutsch-französische Gesellschaft, est à

     

    maints égards représentatif de ce mode de pensée lorsqu’il écrit : « La force créatrice et irrationnelle de la

     

    volonté d’espace dans l’art gothique vient de l’esprit du peuple germain ; la force ordonnée et rationnelle

     

    du système structurel est caractéristique de l’esprit romain ; l’élégance légère et élancée, et plus encore

     

    le plaisir débordant de l’ornement est un héritage de la sensualité gauloise ». L’idée qui prévaut

     

    constamment n’est pas l’opposition des deux peuples sur le plan moral et politique, bien celle de voir en

     

    eux deux composantes complémentaires de la culture européenne, nouées dans une sorte de synergie.

     

    Rappelons à ce propos que le médiateur franco-allemand Posener intervenait dans ce même contexte

     

    journalistique. À l’époque où il entretenait ses échanges avec Poelzig, il publiait dans le Deutschfranzösische

     

    Rundschau des articles précisément consacrés à Auguste Perret.

     

    […]

     

    Les interférences franco-allemandes sont restées, comme on le sait, un exercice d’équilibre politique

     

    entre une exclusion antagonique et une complémentarité synergique. Lorsque les nazis prennent le

     

    pouvoir en Allemagne, le classicisme monumental acquiert le statut d’un style universel au service des

     

    ambitions mondiales du nouveau régime, excluant toute compétition entre les pays, dans le domaine de

     

    l’architecture comme dans celui de la politique. Dans ce cadre, après son opposition à Van de Velde quant

     

    à la psychologie des peuples et son hostilité au partenariat envisageable avec Poelzig, la relation

     

    qu’entretient Perret avec l’Allemagne se présente désormais sous une troisième forme, lourde de sens du

     

    point de vue politique. En 1938, l’architecte français se rend à Baden-Baden sur l’invitation de la Deutschfranzösische

     

    Gesellschaft, désormais mise au pas par le régime, afin de présenter sa conception de

     

    l’architecture. Ernst Sagebiel y présente à titre d’illustration de l’architecture allemande les nouveaux

     

    projets monumentaux que le Reich entend mener. L’objectif semble alors de tisser des liens entre

     

    l’architecture et les caractéristiques de la race, du paysage, du destin et de l’histoire, conception dont

     

    Perret fait figure de précurseur. Ainsi, l’estime respectueuse témoignée par Poelzig à son collègue

     

    français, en dépit de son refus de toute coopération, se voit-elle transformée en une sorte de

     

    dévalorisation le ravalant au rang de pionnier mineur du développement téléologique de l’architecture

     

    allemande.

     

    La question urbaine entre France et Allemagne

     

    Jean-Louis Cohen et Hartmut Frank

     

    Les villes ont été le champ privilégié des interférences franco-allemandes depuis la vague d’urbanisation

     

    sans précédent qui a touché l’Europe à partir de 1815 et qui grossira dans les deux espaces nationaux

     

    avec la révolution industrielle et – du côté allemand – avec la montée en puissance de la Prusse, suivie

     

    par l’unité. Face à la croissance des villes, les techniques de la composition à grande échelle appliquées

     

    au XVIIIe siècle à la conception des ensembles monumentaux et des extensions urbaines révéleront leurs

     

    limites, et l’enjeu deviendra celui d’une régulation urbaine d’ensemble. Dès lors, un nouveau champ

     

    disciplinaire s’ouvrira, celui du Städtebau ou de l’urbanisme, deux termes distincts introduits à quarante

     

    ans de distance. […] Ainsi des aires privilégiées de transfert voient-elles le jour, dans lesquelles une

     

    culture contribue à en façonner une autre. Elles se forment au gré des annexions et des occupations,

     

    comme dans les éphémères départements allemands sous le Directoire et l’Empire, en Alsace et Lorraine

     

    entre 1871 et 1918, puis en Rhénanie et en Sarre après la Première Guerre mondiale, en France pendant

     

    la Seconde et dans la zone d’occupation française entre 1945 et 1949. […]

     

    Au cours de la première moitié du XIXe siècle, les projets relevant de ce que l’on peut nommer

     

    « urbanisme » sont encore rares dans les deux pays. La situation changera rapidement après 1850, avec

     

    la diffusion des réseaux d’alimentation en eau et d’assainissement, avec l’éclairage au gaz et les

     

    transports publics par voie ferrée. […] Dans les premiers manuels d’urbanisme de Reinhard Baumeister et

     

    Josef Stübben, les plans du Ring et de la ceinture verte de Vienne font partie du nouveau canon au même

     

    titre que les boulevards, les places circulaires et les squares de Paris. Menées après 1871, les

     

    ambitieuses extensions des villes rhénanes comme Cologne, Mayence ou Strasbourg font figure de

     

    terrains d’expérience où l’interprétation des modèles parisien et viennois donne naissance à de nouvelles

     

    PRESSEMAPPE „INTERFERENZEN / INTERFERENCES. ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND - FRANKREICH, 1800 – 2000

     

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    17

     

    formes urbaines. Ce nouveau type de grande ville se dessine en particulier dans les amples extensions

     

    mises en oeuvre à Strasbourg à partir des années 1880, qui semblent associer en quelque sorte

     

    l’urbanisme de Paris et celui de Vienne, mais au prix d’un détour par Berlin. […]

     

    Dans les années 1890, l’hégémonie de ce type de forme urbaine est ébranlée par la critique qu’en a

     

    publiée Camillo Sitte. L’architecte autrichien craint que la discipline ne soit figée par une application

     

    dogmatique des principes de l’urbanisme naissant et par la construction de quartiers nouveaux où la

     

    monotonie le disputerait à la raideur. Sa démarche artistique, qui tend vers la conception de places

     

    inspirées des paysages urbains pittoresques du passé, trouvera rapidement des partisans bien au-delà

     

    des pays de langue allemande, jusqu’en Belgique et en France. […] La hantise des révolutions, telles

     

    celles qui secouent Paris périodiquement pendant le siècle, stimule l’échange des modèles et des projets

     

    expérimentaux à travers l’Europe et les premières mesures contre la crise du logement, comme la

     

    création des coopératives de construction de logements sociaux et la construction de quartiers ouvriers

     

    par des mécènes ou des philanthropes. Ainsi la cité ouvrière bâtie à Mulhouse à partir de 1853 par

     

    l’ingénieur architecte Émile Muller pour les industriels du textile est-elle suivie par les colonies ouvrières

     

    d’Alfred Krupp à Essen, comme celle de Kronenberg, pendant que les idées des socialistes utopiques

     

    français, à commencer par celles de Charles Fourier, trouvent un terreau fertile dans les deux pays. […]

     

    Au début du XXe siècle, Paris et Berlin accèdent au statut de villes mondiales, dont l’intégration en entités

     

    métropolitaines devient nécessaire. Avant même l’institution du Groß-Berlin en 1920, la création du

     

    Stadtbahn unifie la ville et ses faubourgs, alors que les conflits politiques confineront le métro dans le

     

    périmètre municipal de Paris et empêcheront la naissance d’un Grand Paris comparable. En parallèle aux

     

    grandes manoeuvres des politiques et aux programmes des urbanistes, les pratiques urbaines deviennent

     

    un objet d’étude pour les sciences sociales en plein essor. Georg Simmel s’intéresse à la vie mentale

     

    dans les métropoles, pendant que son collègue parisien Maurice Halbwachs définit la notion de besoins

     

    collectifs. […] Au moment de la destruction du Mur, les projets du concours de 1958 ont perdu toute

     

    actualité. Et les tentatives pour restructurer le centre des villes allemandes au moyen de grandes

     

    compositions multifonctionnelles – pour lesquelles le projet de Candilis, Josic et Woods à Toulouse avait

     

    fréquemment fait office de modèle – ont été rendues caduques par l’émergence d’un nouveau paradigme

     

    cherchant à redécouvrir l’urbanité. Organisée entre 1979 et 1987 à Berlin-Ouest, l’Internationale

     

    Bauausstellung, ou Exposition internationale d’architecture, sonne le glas de l’urbanisme fonctionnaliste,

     

    de ses compositions discontinues sans rapport avec l’échelle de la ville existante, et de sa tendance à une

     

    croissance périphérique sans limite, avançant la vision postmoderne d’une ville dense, irriguée de

     

    références historiques. […]

     

    Les urbanistes français et allemands de la première décennie du XXIe siècle font face à des enjeux

     

    comparables. Il s’agit à la fois de rendre la grande ville habitable, de réurbaniser les périphéries frappées

     

    par la crise et de tirer parti des grandes emprises industrielles, dans le cadre d’une prise en compte

     

    nouvelle des enjeux écologiques et énergétique. Au sein de la nouvelle Europe, les expériences circulent

     

    aussi rapidement que les professionnels.

     

    La Neustadt de Strasbourg, une extension urbaine entre France et Allemagne

     

    Marie Pottecher

     

    Le rattachement des territoires d’Alsace et de Moselle à l’Empire allemand, consécutif au traité de

     

    Francfort du 31 mai 1871, marqua un tournant dans l’histoire strasbourgeoise. Préfecture de

     

    département jusqu’à cette date, elle fut promue capitale d’un nouvel État régional, le Reichsland Elsass-

     

    Lothringen, appelée à devenir une grande ville moderne rhénane dont le rayonnement aux portes de la

     

    France devait témoigner de la modernité et de la puissance du Second Reich. Pour la première fois

     

    depuis la fin du XVIIe siècle, la ville allait pouvoir s’étendre. […]

     

    Durant le deuxième tiers du XIXe siècle, Strasbourg avait vu s’esquisser deux importants projets

     

    urbanistiques. Le premier consistait en l’aménagement de promenades. Engagé en 1835 sous forme de

     

    concours, il devait réunir les jardins extra muros de l’Orangerie et du Contades. Le projet lauréat, intitulé

     

    « À la mémoire de Le Nôtre » et signé des architectes strasbourgeois Klotz et Petiti, devait être réalisé a

     

    minima sous la direction de l’adjoint au maire et administrateur des travaux publics Schutzenberger.

     

    Faute de moyens, le projet avorta. Le second projet fut initié par le maire Coulaux en 1853. […] Il

     

    s’agissait de la création d’une cité ouvrière, installée à proximité de la gare nouvellement construite et

     

    reliée au centre de la ville par une importante percée. Ce projet n’eut guère plus de succès que le

     

    précédent. En dépit de leur échec, et du fait qu’elles ne peuvent à proprement parler être considérées

     

    comme des extensions, ces tentatives avortées n’en furent pas moins fort à propos utilisées pour ancrer

     

    le projet d’extension dans l’histoire strasbourgeoise. […] En 1876, Back sollicita deux architectes, le

     

    Berlinois August Orth et l’architecte municipal de Strasbourg Jean-Geoffroy Conrath, qui avait été

     

    maintenu en fonctions après 1871. Il les chargea de proposer un plan d’extension pour le nouveau

     

    quartier de Strasbourg. Les projets furent présentés au public et analysés par une commission d’experts

     

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    réunie à Strasbourg en 1878. Le plan définitif, arrêté en avril 1880, reprenait pour l’essentiel la

     

    proposition faite par Conrath. Sa composition était structurée par deux axes complémentaires ouest-est,

     

    une voie de transit et un axe de représentation, le futur « axe impérial », coupés orthogonalement par une

     

    voie courant de la porte de Schiltigheim au nord en direction de la flèche de la cathédrale. À leur

     

    intersection, une place monumentale, la future Kaiserplatz, était prévue. La présence de boulevards de

     

    ceinture, le traitement des places d’où rayonnaient les voies et le recours à des jeux de perspective

     

    témoignaient de la prépondérance du modèle parisien. En cela, le plan de Strasbourg s’inscrivait dans la

     

    continuité des plans allemands du troisième quart du XIXe siècle, qui, à l’instar des extensions de Berlin

     

    par Hobrecht ou de Mayence par Kreyssig, portaient eux aussi l’empreinte des travaux conduits dans la

     

    capitale française. Cette référence fut d’autant plus largement partagée dans l’Empire wilhelmien qu’elle

     

    était notamment soutenue par Reinhard Baumeister, principale autorité en matière d’extension urbaine

     

    jusqu’au seuil des années 1890.

     

    Julius Posener

     

    Un architecte allemand à Paris, 1930-1935

     

    Entretien avec Jean-Louis Cohen

     

    J.-L. C. – Comment avez-vous commencé à écrire ?

     

    J. P. – Un jour, j’ai posé sur la table du maître un numéro de Bauwelt. Siclis est entré le lendemain avec la

     

    revue dans la main : « De quoi parle-t-on ? – D’architecture, monsieur Siclis. – Ah, il faut montrer mes

     

    théâtres. – Exactement, ai-je dit. » Il m’a donné quelques photographies représentatives et des dessins

     

    pour publication. À Berlin, on n’avait aucune idée de l’existence de gens comme Siclis. On connaissait Le

     

    Corbusier et Lurçat, comme je l’ai dit. Les gens de la Bauwelt étaient très étonnés. Ils m’ont aussitôt

     

    écrit : « S’il te plaît, envoie-nous encore d’autres architectes modernes de Paris. Nous ne savons rien

     

    d’eux. »

     

    Et j’ai commencé à en faire mon activité principale. Je ne sais plus comment et pourquoi j’ai quitté

     

    l’atelier de Siclis. Cela a duré trois mois au total. Je me suis dit : « Maintenant, je gagne vraiment ma vie

     

    avec le journalisme, et je peux me permettre d’aller chez quelqu’un qui me plaît vraiment ; Le Corbusier,

     

    je ne peux pas lui demander deux fois, mais il y a Lurçat. »

     

    J.-L. C. – Comment travaillait-on chez Lurçat ?

     

    J. P. – Il avait une petite agence 40, rue Bonaparte. Il ne travaillait pas sur du calque, mais sur du papier à

     

    dessin épais, qu’il tendait très fort sur la table. Lurçat faisait de très grands dessins directement avec une

     

    plume très épaisse et très bien. Ils pouvaient être reproduits directement, et il n’y avait pas de dessins

     

    d’étude mais seulement des dessins de publication à grande échelle splendides graphiquement. Il avait

     

    un visage jeune, incroyablement sympathique. Il avait assez peu de travail. Pierre Pinsard travaillait avec

     

    lui, ainsi qu’un Suisse, Freddy Sauter. Et je suis resté chez lui. J’habitais tout à côté, place de l’Odéon. Cela

     

    m’a beaucoup plu. J’ai très bien connu Lurçat, qui n’était pas encore communiste à cette époque. Il le

     

    deviendrait avec Max Raphaël.

     

    Je connaissais Raphaël, que j’ai rencontré grâce à Lurçat. Je suis allé avec lui à Chartres et dans

     

    différents endroits. Il m’a aussi montré l’école de Villejuif de Lurçat. Il la trouvait mieux que tout ce que Le

     

    Corbusier avait fait et il a eu une très grande influence sur lui. Je n’ai pas lu son Proudhon, Marx, Picasso.

     

    J’ai essentiellement lu Der Dorische Tempel, et je trouve que c’est un livre extraordinaire. Raphaël était un

     

    homme exceptionnel. Il était déjà tuberculeux à cette époque, mais il a vécu beaucoup plus longtemps

     

    que ce que j’avais pensé.

     

    J.-L. C. – Comment avez-vous commencé à écrire pour L’Architecture d’aujourd’hui ?

     

    J. P. – C’est une histoire comique. J’ai fait des recherches, comme je l’ai dit, pour la Bauwelt, pour la

     

    Baugilde, et aussi pour d’autres revues. Ils me donnaient des thèmes de recherche, comme par exemple

     

    celui des « Magasins modernes ». Je suis allé rue Bonaparte, en face de chez Lurçat, dans une galerie où il

     

    y avait une exposition Jean Arp. Je rencontre alors un vieux monsieur très distingué, avec la rosette. Je

     

    dis : « Excusez-moi, ce magasin m’intéresse. Je l’ai vu de l’extérieur, mais qui en est l’architecte ? » Il me

     

    dit : « C’est moi. » C’était Marcel-Eugène Cahen. Il me dit : « Pourquoi cette question ? » Je réponds : « Je

     

    travaille pour une série de revues d’architecture allemandes. » Il me dit alors : « Voulez-vous faire ce travail

     

    dans l’autre sens ? Je suis en train de fonder une revue, qui doit s’appeler Construire. Vous m’obligeriez

     

    en me permettant de disposer de matériaux allemands. » « Mais oui, magnifique ! » Un vrai hasard.

     

    Par l’intermédiaire de Marcel-Eugène Cahen, j’avais été prendre le thé chez André Bloc. Une fois rentré à

     

    Berlin, André Bloc m’écrivit en janvier ou février 1930 qu’il avait la tristesse de m’informer de la mort de

     

    Cahen, mais que la revue verrait quand même le jour sous le titre Construire. Elle était très fortement

     

    inspirée par Perret, et Construire était un titre de combat, de tendance. C’était un manifeste.

     

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    Grands ensembles, Großsiedlungen et Wohnkomplexe, convergences et contrastes

     

    Volker Ziegler

     

    Des reconstructions au choc pétrolier, le paysage urbain qui s’étend de part et d’autre du Rhin a été

     

    marqué par des opérations urbaines d’une dimension nouvelle, fruit des politiques en matière de

     

    logement – des opérations innovantes par les techniques de construction mises en oeuvre et, parfois

     

    aussi, pour ce qui est de la conception des espaces architecturaux et urbains ou de la forme donnée à la

     

    cohabitation. […]

     

    Comme en Allemagne, l’après-guerre est marqué en France par une crise profonde du logement. Si

     

    l’intervention volontaire de l’État central s’impose, la planification et l’industrialisation apparaissent

     

    comme les formes d’organisation les meilleures pour y répondre. […] Une conjoncture importante dans

     

    les échanges franco-allemands portant sur l’architecture et la forme urbaine se présente à Berlin au

     

    milieu des années 1950, avec l’exploit de la Stalinallee à Berlin-Est, l’« Interbau ’57 », exposition

     

    internationale d’architecture centrée sur l’habitat à l’occasion de la reconstruction du Hansaviertel à

     

    Berlin-Ouest, et le concours international « Hauptstadt Berlin », organisé en 1958 par les seules autorités

     

    ouest-allemandes dans l’espoir de reconstruire le centre de la ville pour faire de Berlin la capitale d’une

     

    Allemagne moderne et réunie. Avec ces événements médiatisés par la presse allemande puis par les

     

    revues spécialisées françaises, Berlin redevient, vingt-cinq ans après la fin de la République de Weimar,

     

    une scène d’échanges pour l’architecture européenne. […]

     

    Dès sa première visite en novembre 1956 à Berlin, qu’il a entreprise afin de participer au concours

     

    international « Hauptstadt Berlin », René Gagès, architecte lyonnais et professeur à l’École des Beaux-Arts,

     

    s’éprend de la ville. À l’occasion d’autres visites, il noue des contacts avec des architectes de sa

     

    génération : Werner Düttmann, qui, après s’être investi dans l’Interbau, devient le directeur de la

     

    construction de Berlin-Ouest, son successeur Hans Christian Müller et aussi Georg Heinrichs. Ainsi

     

    introduit dans le milieu berlinois, Gagès y trouve un climat de travail « authentique » et propice à la

     

    création. Après celles de Lyon et de Paris, il décide alors d’ouvrir une troisième agence. Volker Theissen,

     

    ancien étudiant de Hans Scharoun et de treize ans le cadet de Gagès, en devient le chef, puis associé

     

    indépendant. La collaboration Gagès-Theissen, qui s’étend de 1963 à 1970, s’oriente vers des opérations

     

    de logements. Gagès lance son agence sur de grands projets berlinois, comme l’opération de mille six

     

    cents logements pour le quartier de Kreuzberg et celle prévue dans le sud de Tegel. Ils conçoivent des

     

    « structures habitables » faites d’éléments préfabriqués qui se combinent librement à l’intérieur de la

     

    trame constructive d’un chantier qu’ils imaginent entièrement industrialisé. […]

     

    La génération montante des architectes du milieu des années 1970 va se détourner de ces programmes

     

    d’habitat qui ont certes relevé des défis techniques mais n’ont que rarement tenu leurs promesses

     

    sociales. Après l’architecture, la forme urbaine et la technique, ce sont les sciences sociales qui

     

    inaugurent un nouveau cycle d’échanges franco-allemands sur l’habitat, en relation avec les initiatives

     

    pionnières de renouvellement urbain doux.

     

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    7. Die Kuratoren der Ausstellung

     

    Jean-Louis Cohen, geboren 1949 in Paris, ist Architekt und Historiker. Seine Forschungsarbeiten befassen

     

    sich insbesondere mit Architektur und Städtebau des 20. Jahrhunderts in Frankreich, Deutschland, Italien,

     

    Russland und den Vereinigten Staaten, ferner mit den Formen der architektonischen Internationalisierung

     

    und ihrem Verhältnis zu Regionalkulturen, der Modernisierung von Paris und dem Städtebau in

     

    Französisch-Marokko. Zwischen 1998 und 2003 entwarf und leitete er das Projekt der Cité de

     

    l'architecture et du patrimoine im Pariser Palais de Chaillot.

     

    Seit 1994 hat er den Lehrstuhl „Sheldon H. Solow“ in Architekturgeschichte am Institute of Fine Arts der

     

    New York University inne. Er gestaltete zahlreiche Ausstellungen am Centre Pompidou, im Pavillon de

     

    l'Arsenal, im Centre canadien d'architecture, in der Cité de l’architecture et du patrimoine und am

     

    Museum of Modern Art. Er veröffentlichte rund 20 Abhandlungen, darunter in jüngster Zeit „Architecture

     

    en uniforme“ (2011), Grand Prix des Architekturbuch-Preises 2012 und „L’architecture au futur, depuis

     

    1889“ (2012).

     

    Hartmut Frank ist Architekt und unterrichtete von 1975 bis 2005 Architekturgschichte und -theorie an der

     

    Hochschule für bildende Künste Hamburg und anschließend an der HafenCity Universität Hamburg. Er ist

     

    seit 2011 emeritiert.

     

    Hartmut Frank wurde 1942 in Koscian/Kosten geboren und studierte mit Oswald Mathias Ungers und

     

    Julius Posener an der Technischen Hochschule Berlin. Nach seinem Abschluss im Jahr 1969 unterrichtete

     

    er an mehreren Architekturhochschulen in Europa und Amerika. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und

     

    Abhandlungen über die europäische Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts und kuratierte mehrere

     

    große Baukunstausstellungen. Er war als Gastforscher in Frankreich, Spanien, Italien und Kanada tätig.

     

    Seit 30 Jahren leitet er gemeinsam mit Jean-Louis Cohen Forschungsprojekte im Bereich der deutschfranzösischen

     

    Beziehungen.

     

    Volker Ziegler, geboren 1965 in Lörrach am Oberrhein, ist Ingenieur für Architektur und Stadtplaner. Er

     

    unterrichtet seit 1997 Städtebau und Stadtentwicklung an der Straßburger Ecole nationale supérieure

     

    d’architecture und ist Mitprogrammbeauftragter des Doppelmasterprogramms „Bauen und Planen im

     

    Europa der Regionen“, das in Partnerschaft mit dem Karlsruher Institut für Technologie angeboten wird.

     

    Er wirkt an europäischen Architektur-und Städtebauprojekten mit und organisiert Workshops im Bereich

     

    Stadtentwicklung, insbesondere in Frankreich, Deutschland und der Türkei. Er ist Autor von

     

    Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen über die deutsch-französischen Beziehungen auf den

     

    Gebieten Architektur und Städtebau, über die Akteure und Gebiete der Stadtentwicklung, über städtische

     

    Wohnformen als Produktionsstätten von Architektur und Städtebau sowie als Nutzungsräume und über

     

    den Wandel großer städtischer Infrastrukturen im 20. Jahrhundert. Zu seinen jüngsten

     

    Ausstellungsprojekten zählen „Le Corbusier en Turquie: le plan directeur d’Izmir“ und „Istanbul. Les

     

    territoires des murailles terrestres“ (2009- 2010).

     

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    8. Pädagogisches und kulturelles Rahmenprogramm

     

    Das detaillierte Angebot (mit Datum und Uhrzeit) finden Sie unter: www.musees.strasbourg.eu

     

    Führungen

     

    Ab dem 4. April

     

    Donnerstag um 12.30 Uhr (außer am 9. Mai)

     

    Sonntag um 11.00 Uhr

     

    Thematische Führungen mit anschließendem Stadtrundgang

     

    Freitag um 1700 Uhr

     

    La grande percée: 12. April, 17. Mai, 14. Juni, 12. Juli

     

    Conrath, Beblo et d’autres architectes: 19. April, 24. Mai, 28. Juni, 19. Juli

     

    Führungen in deutscher Sprache

     

    Ab dem 6. April

     

    Samstag um 14.00 Uhr (außer am 27. April, 18. Mai, 15. Juni, )

     

    Une heure / une oeoeoeoeuvre (Eine Stunde/ein Werk

     

    Freitag um 12.30 Uhr

     

    12. April: Strasbourg dans les documents et oeuvres de l’exposition

     

    17. Mai: Les cités-jardins

     

    31. Mai: Le Corbusier, dessins, plans, maquette

     

    Le temps d’une rencontre (Begegnung)

     

    In Begleitung eines Kurators (Datum wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben)

     

    Workshops für Jugendliche

     

    13- bis 18-Jährige

     

    Dienstag bis Freitag, 16. – 19. April, 14.00 Uhr: „Pas de deux“, in Zusammenarbeit mit der Oper

     

    und dem Tänzer Pascuale Nocera

     

    Workshops für Kinder

     

    4- bis 6-Jährige

     

    Samstag, 11., 25. Mai und 1. Juni, 14.30 Uhr: Monsieur cabane et madame maison

     

    Samstag, 8., 15. und 22. Juni: Un petit tour dehors

     

    7- bis 12-Jährige

     

    Samstag, 11., 25. Mai und 1. Juni, 14.30 Uhr: „Anarchitecture“

     

    Samstag, 8., 15. und 22. Juni: Ma ville, mes rêves

     

    Museen anders sehen

     

    Samstag, 4. Mai, 10.00 Uhr: Miniworkshops anhand von Modellen aus der Ausstellung (für sehbehinderte

     

    Teilnehmer)

     

    Für sehbehinderte Besucher wird ein Tastrundgang (in Begleitung eines Museumspädagogen)

     

    eingerichtet. Um Voranmeldung wird gebeten.

     

    NOCTURNE IM MUSEUM

     

    Alle drei Monate warten die Museen aus Anlass einer Sonderausstellung bei einer abendlichen

     

    Veranstaltung mit einem breit gefächerten Angebot für jeden Geschmack und jedes Alter auf

     

    (Kunstaktionen, Führungen, Vorträge, Workshops, Begegnungen mit Sammlungsleitern und Kuratoren).

     

    Partnerschaften mit anderen Straßburger Kultureinrichtungen öffnen das Spektrum für Künste und

     

    Kulturerbe im weitesten Sinne.

     

    - Nocturne (Ouverts la nuit) im MAMCS anlässlich der Ausstellung „Interferenzen / Interférences“, am 10.

     

    April von 18.00 bis 22.00 Uhr

     

    AUDITORIUM DER MUSEEN

     

    Das Auditorium der Museen beleuchtet die theoretischen Hintergründe von Architektur und Städtebau

     

    und zeigt zahlreiche Bilder zum Thema. Während der gesamten Ausstellungsdauer stehen Vorträge,

     

    Begegnungen und Filme auf dem Programm.

     

    In mehreren Vorträgen gehen Architekten und Architekturtheoretiker auf die zahlreichen Aspekte der

     

    Ausstellung ein. Auch die Vortragsreihe „Collège des arts“ widmet sich dem Thema und veranschaulicht

     

    die Rolle von Architektur im städtischen Leben.

     

    Im Mittelpunkt einer Filmreihe mit TV-Dokumentar- und Archivfilmen steht der urbane Wandel, und ein

     

    Zyklus mit deutschen und französischen Spielfilmen gibt einen Überblick zum Thema Stadt im Film, vom

     

    Stummfilm bis heute.

     

    PRESSEMAPPE „INTERFERENZEN / INTERFERENCES. ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND - FRANKREICH, 1800 – 2000

     

    MUSEUM FÜR MODERNE UND ZEITGENÖSSISCHE KUNST STRASSBURG, 30. MÄRZ – 21. JULI 2013

     

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    9. Partner der Ausstellung

     

    Organisation der Ausstellung:

     

    Label:

     

    In Partnerschaft mit:

     

    Mit Unterstützung von:

     

    Partner des kulturellen Rahmenprogramms:

     

    - Centre Allemand d’Histoire de l’art, Paris

     

    - CAUE du Bas-Rhin

     

    - Ciarus

     

    - Cinémas Star

     

    - École nationale supérieure d’architecture de Strasbourg

     

    - Eurodistrict

     

    - IBA Basel

     

    - Institut Goethe

     

    - Institut national de l’audiovisuel

     

    - Institut national des sciences appliquées de Strasbourg

     

    - Journées de l’architecture

     

    - Librairie Kléber

     

    - Librairie Quai des Brumes

     

    - Maison européenne de l’architecture

     

    - Office du tourisme de Strasbourg et de sa région

     

    - Vidéo les Beaux Jours

     

    Partner bei Stadt und Region:

     

    - Communauté urbaine de Strasbourg

     

    - Atelier urbain ( MUZ’)

     

    - Mission Patrimoine, Direction de la Culture

     

    - Direction de la mobilité et des transports

     

    - Direction de l’urbanisme, de l’aménagement et de l’habitat

     

    - Direction de l’animation urbaine

     

    Und:

     

    - Service de l’inventaire du patrimoine / Région Alsace

     

    PRESSEMAPPE „INTERFERENZEN / INTERFERENCES. ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND - FRANKREICH, 1800 – 2000“

     

    MUSEUM FÜR MODERNE UND ZEITGENÖSSISCHE KUNST STRASSBURG, 30. MÄRZ – 21. JULI 2013

     

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    10. L’École nationale supérieure d’architecture de

     

    Strasbourg (ENSAS)

     

    VORSTELLUNG

     

    Die Ecole nationale supérieure d’architecture de Strasbourg ist Mitglied eines Netzwerks von 20

     

    staatlichen Architekturhochschulen und der Straßburger Universität angegliedert. Darüber hinaus pflegt

     

    die ENSAS Austauschbeziehungen im Rahmen des regionalen Netzwerks der „Hochschuleinrichtungen im

     

    Kulturbereich“.

     

    Seit 2011 ist sie Mitglied des Netzwerks der elsässischen Ingenieur-, Architektur- und

     

    Managementhochschulen (Alsace Tech).

     

    Auftrag der ENSAS ist es, die Studierenden zur Entwicklung von anspruchsvollen architektonischen und

     

    städtebaulichen Projekten zu befähigen. Das Miteinander von Kompetenzen und Verantwortung (sozial,

     

    kulturell, technisch, umweltbezogen, wirtschaftlich) ermöglicht die Entwicklung einer von Nachhaltigkeit

     

    geprägten Architektur.

     

    Die Hochschule befindet sich im Zentrum Straßburg, unweit des Bahnhofs. Im Frühjahr 2013 wird die

     

    Hochschule ihre Fläche mit einem von Marc Mimram entworfenen neuen Gebäude verdoppeln.

     

    BESCHREIBUNG

     

    · Mitarbeiter und Studierende: insgesamt 981:

     

    - 817 Studierende

     

    - 39 Lehrende (verbeamtet und assoziiert), davon 35 Architekten

     

    - 90 nicht verbeamtete Lehrkräfte

     

    - 35 Verwaltungsmitarbeiter

     

    · Lehrinhalte:

     

    - Bildende Kunst, Raumgeometrie, Struktur und Bautechniken, Umwelttechnik

     

    - Naturwissenschaften und Technik, Materialwiderstand, Bauphysik

     

    - Städte, Territorien und Gesellschaften, Projekt und Erbe, Einführung in die Forschung durch Forschung

     

    - Projekt Für bewohnte Räume bauen, Projekt und Repräsentation, Bauwerk Ort, Bauwerk und Programm,

     

    Projekt kollektives Wohnen

     

    · Besonderheiten:

     

    - Als einzige französische Architekturhochschule bietet die ENSAS zwei deutsch-französische

     

    Doppelmasterprogramme in Architektur an: „Bauen und Planen im Europa der Regionen“. Partner dieser

     

    von der Deutsch-Französischen Hochschule anerkannten Studiengänge sind die Technische Universität

     

    Dresden und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

     

    - Drei Themenschwerpunkte:

     

     Metropolraumbildung, Siedlungsmodelle und Wohnkulturen

     

     Entwürfe für Architektur und Stadt: neue Instrumentarien und nachhaltige Stadt

     

     Historische und archäologische Dimension von Architektur

     

    - Über 45 Erasmus-Partnerschaften und internationale Kooperationsvereinbarungen

     

     in Europa

     

     Argentinien, Armenien, Australien, Kanada, China, Japan, Libanon, Peru, Schweiz u.a.

     

    KONTAKT

     

    8 bd Wilson - BP10037 - 67068 Strasbourg Cedex

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    ***

    www.strasbourg.archi.fr

     

    PRESSEMAPPE „INTERFERENZEN / INTERFERENCES. ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND - FRANKREICH,

     1800 – 2000“

     

    MUSEUM FÜR MODERNE UND ZEITGENÖSSISCHE KUNST STRASSBURG

     

    , 30. MÄRZ – 21. JULI 2013

     

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    11. Das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt am

     

    Main

     

    Das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt am Main wurde 1979 gegründet. Bis 1984 baute Oswald

     

    Mathias Ungers die klassizistische Gründerzeitvilla am südlichen Mainufer zum ersten

     

    Architekturmuseum in Deutschland um. Der Museumsbau avancierte schnell zu einer weltweit bekannten

     

    Inkunabel der Postmoderne. Im Mittelpunkt von Ungers weißer Museumsarchitektur steht eine kubische

     

    Konstruktion im inneren Kern des historischen Gebäudes: das Haus-im-Haus ruht auf vier Stützen die sich

     

    über drei Geschosse zu einer abstrakten, vom einfallenden Licht entmaterialisierten Urhütte verdichten –

     

    eine Architektur die mit elementaren Mitteln über die Architektur philosophiert.

     

    Das DAM versteht sich als Ausstellungshalle und Diskussionsforum für aktuelle Fragen der Architektur

     

    und des Städtebaus. Eine Reihe von Wechselausstellungen im Jahr behandeln thematische,

     

    biographische, stil- oder gattungsbezogene Themen der Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts.

     

    Symposien, Kongresse und Vortragsreihen begleiten und erweitern das Ausstellungsprogramm, ergänzt

     

    durch Ausstellungskataloge und eigene Publikationsreihen. Seit 1980 gibt das DAM das renommierte

     

    Jahrbuch für Architektur heraus - seit 2007 wird es von dem jährlich vergebenen DAM Preis für

     

    Architektur begleitet.

     

    Auf der zweiten Etage des Hauses befindet sich die Dauerausstellung „Von der Urhütte zum

     

    Wolkenkratzer“. Anhand von 25 Modellpanoramen gibt sie großen und kleinen Besuchern einen

     

    grundlegenden Überblick über die bedeutendsten Phasen der Architektur- und Siedlungsgeschichte von

     

    der älteren Steinzeit bis in die Gegenwart.

     

    Das DAM beherbergt eine umfassende Sammlung von historisch bedeutenden Architekturskizzen, -

     

    zeichnungen, -plänen und –modellen des 20. und 21. Jahrhunderts. In einer ehemaligen, vom bekannten

     

    deutschen Architekten Max Dudler zum Archiv umgebauten Stempelfabrik befinden sich derzeit rund

     

    200.000 Pläne und Architekturzeichnungen sowie ca. 800 Modelle - darunter bedeutende Arbeiten von

     

    Mies van der Rohe, Hans Poelzig, Aldo Rossi, Archigram oder Frei Otto und Zaha Haddid. Weiterhin besitzt

     

    das DAM rund 40 Nach- und Vorlässe, u.a. von Dominikus und Gottfried Böhm, Hannes Meyer, Mart

     

    Stam, Heinz Bienefeld und Rob Krier. Um eine fachgerechte Konservierung zu gewährleisten, verfügt das

     

    DAM über eine eigene Modelbauwerkstatt, sowie eine Werkstatt zur Papierrestauration mit jeweils einem

     

    eigenen Restaurator.

     

    Eine öffentlich zugängliche Bibliothek, die weit über 25.000 Bände umfasst, ermöglicht eine umfassende

     

    Forschungsarbeit. Neben wichtigen Publikationen zur Architekturgeschichte und -theorie seit 1800 lassen

     

    sich hier auch Architekturmonographien und die wichtigsten deutschsprachigen und internationalen

     

    Architekturzeitschriften konsultieren.

     

    Deutsches Architekturmuseum

     

    Schaumainkai 43

     

    60596 Frankfurt am Main

     

     

     

     

     

     

     

     

    www.dam-online.de

     

    Öffnungszeiten Opening hours :

     

    Di, Do, Fr – Sa 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr, So 11- 19 Uhr, Mo geschlossen

     

    Verkehrsanbindungen Public Transportation:

     

    U1, U2, U3, U8 bis Schweizer Platz/Museumsufer ;

     

    U4, U5 bis Willy Brandt-Platz ;

     

    Bus Museumsufer-Linie 46 bis Untermainbrücke

     

    PRESSEMAPPE „INTERFERENZEN / INTERFERENCES. ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND - FRANKREICH, 1800 – 2000“

     

    MUSEUM FÜR MODERNE UND ZEITGENÖSSISCHE KUNST STRASSBURG

     

    , 30. MÄRZ – 21. JULI 2013

     

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    12. Ausstellungen mit dem Label . „Ausstellung von

     

    nationaler Bedeutung“

     

    Ministerium für Kultur und Kommunikation

     

    Maßnahmen zur Förderung der französischen Museen

     

    Aurélie Filippetti, Ministerin für Kultur und Kommunikation, hat die Liste der 20 Veranstaltungen

     

    bekanntgegeben, die 2013 das Label Exposition d'intérêt national (Ausstellung von nationaler Bedeutung)

     

    erhalten.

     

    Mit diesem Label werden jedes Jahr französische Museen für Ausstellungen ausgezeichnet, die sowohl in

     

    wissenschaftlicher Hinsicht als auch im Hinblick auf den innovativen Charakter ihrer kulturvermittelnden

     

    Begleitmaßnahmen als herausragend eingestuft werden.

     

    Diese Ausstellungen sind Teil der kulturpolitischen Maßnahmen zur Förderung der Kulturvermittlung und

     

    des breiteren Zugangs zu Museen verfolgt.

     

    Darüber hinaus leisten sie einen Beitrag zur kulturellen Strukturpolitik des Ministeriums, deren Ziel die

     

    gerechte Verteilung staatlicher Beihilfen zwischen den projekttragenden Gebietskörperschaften ist. Die

     

    Ausstellungen erhalten Sonderfinanzierungen in Höhe von maximal 50 000 €. Ausgewählt werden

     

    Projekte vom Dezernat Denkmalpflege, Abteilung Museen, des Ministeriums.

     

    2013 wird das Label an folgende Ausstellungen vergeben:

     

    Interferenzen / Interférences. Architektur. Deutschland-Frankreich, 1800-2000

     

    Straßburg – Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, 30. März – 21. Juli 2013

     

    Mémoires vives, une histoire de l'art aborigène

     

    Bordeaux – Musée d'Aquitaine, 26. Oktober 2013 – 30. März 2014

     

    Georges-Antoine Rochegrosse (1859-1938)

     

    Moulins – Musée Anne de Beaujeu, 29. Juni 2013 – 5. Januar 2014

     

    François-André Vincent (1746-1816) – Un artiste entre Fragonard et David

     

    Tours – Musée des Beaux-Arts, 19. Oktober 2013 – 19. Januar 2014

     

    Sur la route des Indes : un ingénieur français sur la route du Tamilnadu

     

    Châlons-en-Champagne – Musée des beaux-arts et d'archéologie, 21. September 2013 – 15. Februar

     

    2014

     

    Courbet et Cézanne

     

    Ornans – Musée Courbet, 29. Juni – 14. Oktober 2013

     

    Tourbillonnante Joséphine Baker

     

    Boulogne-Billancourt - musée des années 30, 21. November 2013 – 23. März 2014

     

    Une odyssée gauloise. Parures de femmes à l'origine des premiers échanges entre la Grèce et la Gaule

     

    Lattes – musée de Lattara, 27. April 2013 – 12. Januar 2014

     

    Le goût de Diderot

     

    Montpellier – Musée Fabre, 5. Oktober 2013 – 12. Januar 2014

     

    Aubusson, tapisseries des Lumières. Splendeurs de la manufacture royale, fournisseur de l'Europe au

     

    XVIIIè Siècle.

     

    Aubusson – Cité de la Tapisserie, 15. Juni – 31. Oktober 2013

     

    PRESSEMAPPE „INTERFERENZEN / INTERFERENCES. ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND - FRANKREICH, 1800 – 2000

     

    MUSEUM FÜR MODERNE UND ZEITGENÖSSISCHE KUNST STRASSBURG, 30. MÄRZ – 21. JULI 2013

     

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    Ours - mythes et réalités

     

    Toulouse – Muséum d'histoire naturelle de Toulouse, 11. Oktober 2013 – 30. Juni 2014

     

    Une renaissance, l'art entre Flandre et Champagne

     

    Saint-Omer – Musée de l'hôtel Sandelin, 5. April – 1. Juli 2013

     

    Picasso, Léger, Masson : l'histoire d'une galerie

     

    Villeneuve d'Ascq – LaM, 28. September 2013 – 12. Januar 2014

     

    Clemenceau et les artistes modernes : Manet, Monet, Rodin.

     

    Les Lucs sur Boulogne – Historial de la Vendée, 8. Dezember 2013 – 2. März 2014

     

    Chaissac-Dubuffet – Entre plume et pinceau

     

    Les Sables d'Olonne – musée de l'abbaye Sainte-Croix, 13. Oktober 2013 – 26. Januar 2014

     

    Joseph Cornell et les surréalistes à New York – Dali, Duchamp, Ernst,

     

    Man Ray

     

    Lyon – Musée des beaux-arts, 18. Oktober 2013 – 10. Februar 2014

     

    Antinoë, à la vie à la mode : vision d'élégance dans les solitudes

     

    Lyon – musée des tissus, 1. Oktober 2013 – 28. Februar 2014

     

    Im Rahmen von „Impressionisten in der Normandie“:

     

    Un été au bord de l'eau ; loisir et impressionnisme

     

    Caen – Musée des beaux-arts, 27. April – 29. September 2013

     

    Eblouissants reflets – 100 chefs d'oeuvre impressionnistes

     

    Rouen – Musée des beaux-arts, 29. April – 30. September 2013

     

    Vernon et les bords de Seine au temps des impressionnistes

     

    Vernon – Musée Poulain, 7. April – 22. September 2013

     

    Pissaro dans les ports : Rouen, Dieppe, le Havre

     

    Le Havre – Musée d'art moderne André Malraux, 27. April – 29. September 2013

     

    Im Rahmen von „Nancy Renaissance 2013“

     

    Un nouveau monde : naissance de la Lorraine moderne

     

    Nancy – Musée Lorrain, 4. Mai – 4. August 2013

     

    L'automne de la Renaissance : d'Arcimboldo à Caravage

     

    Nancy – Musée des beaux-arts, 4. Mai – 4. August 2013

     

    Im Rahmen von „Marseille Provence 2013 – Europäische Kulturhauptstadt“

     

    Le grand atelier du Midi, de Van Gogh à Bonnard

     

    marseille – Palais Longchamps, 13. Juni – 13. Oktober 2013

     

    Nuage

     

    Arles – Musée Réattu, 16. Mai – 31. Oktober 2013

     

    Le grand atelier du Midi, de Cézanne à Matisse

     

    Aix-en-Provence – musée Granet, 13. Juni – 13. Oktober 2013

     

    PRESSEMAPPE „INTERFERENZEN / INTERFERENCES. ARCHITEKTUR. DEUTSCHLAND - FRANKREICH, 1800 – 2000“

     

    MUSEUM FÜR MODERNE UND ZEITGENÖSSISCHE KUNST STRASSBURG, 30. MÄRZ – 21. JULI 2013

     

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    13. . Praktische Hinweise

     

    Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Straßburg

     

    Anschrift:

     

    1 place Hans Jean Arp, Straßburg

     

    Tel. : +33/(0)3 88 23 31 31

     

    Tram: Musée d’Art moderne et contemporain

     

    Öffnungszeiten:

     

    Di bis So: 10.00 bis 18.00 Uhr

     

    Ausstellung und Museum Montag geschlossen

     

    Gesonderte Öffnungszeiten gelten für Gruppen, die ihren Besuch bei der museumspädagogischen

     

    Abteilung anmelden oder die Ausstellung mit einem Führer des Straßburger Fremdenverkehrsamtes

     

    besichtigen.

     

    Gruppen

     

    Gruppen mit mehr als 10 Teilnehmern werden gebeten, ihren Besuch bei der museumspädagogischen

     

    Abteilung anzumelden.

     

    Tel.: +33/(0)3 88 88 50 50 (Mo bis Fr 8.30 bis 12.30 Uhr)

     

    Eintrittspreise

     

    7,00 €

     

    ermäßigt: 3,50 €

     

    Freier Eintritt:

     

    - Besucher unter 18 Jahren

     

    - Carte Culture

     

    - Carte Atout Voir

     

    - Museumspass

     

    - Édu’Pass

     

    - Besucher mit Behindertenausweis

     

    - Kunst- und Kunstgeschichtsstudenten

     

    - Erwerbslose

     

    - Sozialhilfeempfänger

     

    - Mitarbeiter der CUS

     

    Freier Eintritt für alle Besucher:

     

    - jeden ersten Sonntag im Monat

     

    Tagespass: 10,00 €, ermäßigt: 5,00 € (Zugang zu allen Straßburger Museen einschl.

     

    Sonderausstellungen)

     

    3-Tage-Pass: 15,00 € (Zugang zu allen Straßburger Museen einschl. Sonderausstellungen)

     

    Museumspass: 79,00 €, Familientarif: 144,00 € (gültig 1 Jahr in über 250 Museen am Oberrhein)

     

     

     

     

     

    Musée d’Art moderne et contemporain

     

    30 mars - 21 juillet 2013

     

     

     

    WWW.MUSEES.STRASBOURG.EU

     

    INTERFÉRENCES / INTERFERENZEN

     

    ARCHITECTURE. ALLEMAGNE - FRANCE

     

    1800 - 2000

     

    1. Herbert Bayer, Le Werkbund allemand à l’Exposition

     

    internationale des arts décoratifs. Salle 5.

     

    Vues d’architectures modernes en Allemagne,

     

    avec des maquettes du Bauhaus de Dessau (Walter Gropius)

     

    et de la banque régionale de Stuttgart (Ludwig Mies van der Rohe),

     

    Paris (1930) tirage argentique, 12,6 x 21,6 cm.

     

    Bauhaus-Archiv Berlin © VG Bild-Kunst Bonn

     

    9. Fernand Léger, Les Constructeurs, 1950,

     

    huile sur toile, 126 x 143 cm,

     

    Henie Onstad Art Centre, Høvikodden, Norvège.

     

    Photo: Øystein Thorvaldsen © ADAGP Paris 2013

     

    10. Gustave Caillebotte, Esquisse pour le pont de l’Europe, Paris, vers 1876

     

    huile sur toile, 32,9 x 45,5 cm.

     

    Musée des Beaux-Arts de Rennes © MBA, Rennes,

     

    Dist. RMN-Grand Palais / Adélaïde Beaudouin

     

    4. Léon Jaussely (avec Charles-Henri Nicod), Concours pour le Grand

     

    Berlin (1910).Plan d’ensemble, 1909,

     

    gouache sur carte lithographiée, 83,1 x 106,4 cm.

     

    Fonds Léon Jaussely. Académie d'architecture/Cité de l'architecture et

     

    du patrimoine/Archives d'architecture du XXe siècle

     

    5. René Gagès et Volker Theissen, Projet d’ensemble d’habitations à

     

    Berlin-Tegel. Plan et coupe conceptuels, 1963.

     

    Encre et trame transfert sur calque, 36 x 60 cm.

     

    Collection particulière, Lyon

     

    2. Eugène Beaudouin, Marcel Lods et Jean Prouvé, Cité de la Muette, Drancy

     

    (1931-35). Vue aérienne du chantier,

     

    s.d. Impression numérique d’après l’épreuve originale

     

    Académie d'architecture/Cité de l'architecture et du patrimoine/Archives

     

    d'architecture du XXe siècle, Fonds Lods (et Association Beaudouin Lods),

     

    Paris © ADAGP Paris 2013

     

    3. Otto Warth, Université de Strasbourg. Vue du campus, vers 1884

     

    Impression, héliographie, 48,1 x 64 cm

     

    saai / Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau,

     

    Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

     

    7. Eckhardt Schultze-Fielitz, Raumstadt (Ville spaciale), 1959,

     

    maquette en plastique, carton, métal, bois, peinture,

     

    papier, modèles réduits, 62 x 125 x 59 cm.

     

    Collection FRAC Centre, Orléans. Courtesy FRAC Centre.

     

    Photo : Philippe Magnon.

     

    8. Christian de Portzamparc, Ensemble d’habitations, rue des Hautes

     

    Formes, Paris (1975-78)

     

    maquette d’ensemble en bois, carton, papier, 24 x 48,5 x 48 cm.

     

    Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt-sur-le-Main.

     

    Photo: Uwe Dettmar

     

    6. Werner Ruhnau, Opéra de Gelsenkirchen (1957-60). Esquisse preparatoire à

     

    l’aménagement et la climatisation du foyer. Perspective mise en couleurs

     

    d’après le bleu développé avec Yves Klein et Ernst Oberhoff, 1992,

     

    technique mixte sur papier, 47,8 x 119 cm. Kunstmuseum Gelsenkirchen

     

    11. Eduard Gaertner, Rue Neuve-Notre-Dame à Paris, 1826,

     

    Huile sur toile, 44 x 33 cm,

     

    Stiftung Preußische Schlösser und Gärten,

     

    Berlin-Brandenburg/ Photo : Gerhard Murza

     

    12. Eugène-Emmanuel Viollet-le-Duc,

     

    Disposition des tombeaux des rois dans le transept sud de la Basilique

     

    de Saint-Denis. Perspective, s.d., aquarelle sur papier, 60 x 52 cm

     

    Médiathèque de l’Architecture et du Patrimoine, Paris

     

    © RMN-Grand Palais / Daniel Arnaudet

     

    18. Marcel Lods, Projet de reconstruction de Mayence (1946-48), s.d.

     

    «L’ordre - le désordre» (Ordnung - Unordnung).

     

    Planche didactique. Impression héliographique sur papier d’après les

     

    dessins de Gérard Hanning, 23,7 x 30,7 cm.

     

    Collection particulière, Paris

     

    14. Victor Hugo, Burg en ruines, Guernesey, 1857,

     

    plume et lavis d'encre brune, aquarelle ou encre bleue, gouache sur vélin,

     

    20,8 x 28,8 cm

     

    Paris, maison de Victor Hugo

     

    © Maisons de Victor Hugo / Roger-Viollet

     

    13. Bodo Ebhardt, Le Haut-Koenigsbourg restauré (1901-08).

     

    Perspective dans le site, vers 1900

     

    aquarelle et craie sur carton, 125 x 220 cm

     

    © Europäisches Burgeninstitut,

     

    Einrichtung der Deutschen Burgenvereinigung e.V.Braubach

     

    17. René Binet, Porte monumentale de l’exposition universelle à Paris

     

    (1900). Vue en perspective, s.d.,

     

    aquarelle sur papier, 62x95 cm.

     

    Musées de Sens. Cl. Musées de Sens – E. Berry

     

    15. Julien Guadet, Hospice dans les Alpes, Plan, 1864,

     

    Dessin de concours, 1er Grand Prix de Rome d’architecture,

     

    encre de chine et aquarelle sur papier, 249,7 x 192 cm.

     

    École nationale supérieure des beaux-arts, Paris. Photo: Jean-Michel Lapelerie

     

    16. Robert Mallet-Stevens, Pavillon des renseignements et du tourisme

     

    à l'Exposition internationale des arts décoratifs et industriels modernes de

     

    Paris (1925). Perspective, 1925,

     

    Impression rehaussée de crayon, fusain et gouache sur papier, 128 x 100 cm.

     

    Musée des Arts Décoratifs, Paris.

     

    Photo : Les Arts décoratifs, Paris. Tous droits réservés

     

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